Funklust Beitrag: Rudern wie die Römer. Die FAU baut ein Schiff

06.02.2017

Die multimediale studentische Initiative funklust der Friedrich-Alexander-Universität hat einen dreiminütigen Audio-Beitrag zum Schiffsbau-Projekt auf ihrer Internetseite geschaltet. Sie können den Beitrag hier anhören.

Holzanlieferung erfolgt

24./25.01.2017

Logistische Meisterleistung: Die im Dezember gefällten Hölzer wurden nun zum Bauplatz transportiert. Das Gelände des Instituts für Sportwissenschaften der Universität Erlangen hat nur eine schmale Einfahrt, durch die LkW-Fahrer die Hölzer sicher abgeliefert hat. Dort werden die für den Bau des Römerbootes benötigten Hölzer nun überwintert und die Werkstätten bis April eingerichtet. Den richtigen Lagerplatz haben die Techniker der Sportwissenschaften um Herrn Ruhland bereits eingerichtet.

Bauplatz für das Römerboot gefunden

Für den Bau des Römerbootes wird Platz benötigt. Dank dem Institut für Sportwissenschaft (Prof. Dr. Guido Köstermeyer) der Universität Erlangen ist dieser nun gefunden: In der Hartmannstraße 120 kann ab April der Baubeginn des Römerbootes starten.

Informationsveranstaltung zum Bootsbau

18.01.2017

An der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg stellte der Projektleiter Prof. Dr. Boris Dreyer nochmals den geplanten Bootsbau vor. Projektrealisierung, Baubeginn und Organisation der Helfer waren ebenfalls ein zentrales Anliegen der Veranstaltung. Schüler, Studenten und Interessierte konnten ihre Fragen stellen und sich anschließend als Teilnehmer anmelden.

Vortrag über die Bootswracks von Oberstimm

17.01.2017

Wie bauten die Römer ein Boot? Woher wissen wir das? Was muss man bei einem Bootsbau beachten?

 

Diesen und vielen weiteren Fragen stellte sich der Experte Dr. Ronald Bockius (RGZM Mainz) in seinem Vortrag "Die Bootswracks von Oberstimm - ungewöhnliche Zeugen römerzeitlicher Binnenschifffahrt".  Diese Fragestellungen und vor allem die Bootswracks von Oberstimm sind für den geplanten Bau des Römerbootes von großer Bedeutung. Schiffsbau, Rudertechniken und Holzverarbeitung gehen dabei Hand in Hand, das eine beeinflusst auch das andere. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Oberstimm sollen an der FAN, welche ein Nachbau der Oberstimmer Boote wird, auch in der Praxis getestet werden.

Zuschneiden und Trockhnung der Hölzer für das Römerboot

22.12.2016

Planken, Riemen, Duchten - Hölzer werden auf verschiedenste Arten für den Bootsbau gebraucht. In Zusammenarbeit mit dem Sachverständigen Klaus Roder (IHK München) erfolgte am Donnerstag den 22.12.16 der Zuschnitt der Hölzer für das geplante Römerboot im Sägewerk Hoffmann GmbH bei Cadolzburg. Die zuvor vom Bootsbauer ausgesuchten Hölzer werden unter Aufsicht vom Sägewerksleiter Walter Dietrich und Professor Boris Dreyer zugeschnitten und im Anschluss daran wurde das Holz - je nach Art für eine bestimmte Zeit  in die Trockenanlage gebracht.

Holz fällen für das Römerboot

15.12.2016

Für den geplanten Bau eines römischen Patrouillenbootes anlässlich des 275-jährigen Jubiläums der Friedrich-Alexander Universität Erlangen - Nürnberg 2018 wird eine Menge Holz benötigt. Die Forschergruppe um Professor Dr. Boris Dreyer möchte auf Basis eines gefundenen Schiffswracks aus Oberstimm bei Manching ein römisches Patrouillenboot in Originalgröße nachbauen. Das Boot soll 16m lang und 2,7m breit werden, dafür werden 14 Baumstämme aus Eiche, Fichte und Tanne benötigt.

 

Althistoriker Prof. Boris Dreyer stellt das Projekt vor.
Althistoriker Prof. Boris Dreyer stellt das Projekt vor.

In Zusammenarbeit der FAU und dem Bayerischen Staatsforst fand am Donnerstag den 15.12.16 ein Treffen zum ersten Holzschlag im Nürnberger Staatsforst statt. Vor Ort waren Herr Schießl und Herr Dr. Pröbstle vom Staatlichen Forstamt Erlangen, sowie Herr Blank vom Forstbetrieb Nürnberg mit seinen Forstarbeitern. Das Interesse war groß – nicht nur von Seiten der Universität, wie dem Altkanzler Schöck, Frau Schnetz, von der FAU Forschungsförderung sowie Frau Mangelkramer und Frau Ohrmann von der Marketingabteilung und dem Lehrstuhl für Fertigungstechnologie, sondern auch die Presse war zahlreich erschienen.

 


Eine neue Situation für alle: Förster fällen in Bayern eigentlich kein Holz für Boote. Für die FAU machen sie nicht nur gerne eine Ausnahme, sondern stellen auch das Holz kostenlos zur Verfügung. Nach einleitenden Worten von Herrn Dreyer und Herrn Blank, erklärt der Bootsbauer Herr Röder zunächst wie man den richtigen Baum für den Kiel auswählt. Der Kiel ist das wichtigste Holz des Bootes, sozusagen das „Rückgrat“ des Bootes. Eine kerzengerade Eiche mit einer Länge von ca. 30m wird für den Kiel ausgewählt.

 

Bootsbauer Röder erläutert die Wahl der Bäume.
Bootsbauer Röder erläutert die Wahl der Bäume.

Kontrolliert und wie geplant fällt die Eiche auch in die richtige Richtung – doch zuvor trifft sie auf einen Archäologen in römischer Legionärsrüstung, der den ersten Schlag macht. Danach geht es mit der modernen Kettensäge weiter.

 

Nicht nur der Stamm, sondern auch die Äste der Eiche werden für den Schiffsbau benötigt. Ruder und Sitzbänke für ca. 20 Ruderer werden gebraucht und dafür sollen die Äste verarbeitet werden. Doch zunächst werden die Hölzer getrocknet und zugeschnitten. Auch hier stellt der bayerische Staatsforst den benötigten Platz bereit.


Ab April 2017 soll der Bau des Bootes FAN „Fridericiana Alexandrina Navis“ an der Universität Erlangen beginnen. Gemeinschaftlich wollen die Institute der Alten Geschichte, Vor- und Frühgeschichte, Sportwissenschaften und dem Lehrstuhl für Fertigungstechnologie zusammen mit Schülern und Studierenden bauen. Ziel ist es 2018 die Donau entlang zu rudern. Forschungsfragen dabei sind z.B. Rudertechnik, Fahrtüchtigkeit und Schnelligkeit des Bootes, passend zum Unijubiläumsmotto „Wissen in Bewegung“.